lautstark. 17.06.2020

Distanzlernen – Tipps für Studierende

Lena-Maria Fahnert studiert an der FernUniversität Hagen Psychologie im Master. Sie kennt die Tücken und Vorzüge des Distanzlernens.

Min.

Fehlende Präsenzveranstaltungen, lernen allein in den eigenen vier Wänden – für viele Studierende ist die aktuelle Situation nicht einfach. Wie organisiert man sich zuhause, um gut zu lernen?

Lena-Maria Fahnert: Das ist natürlich individuell. Ich brauche vor allem eine gute Tagesstruktur und einen frühen Start, um das Lernen nicht vor mir herzuschieben. Also ist vormittags meine Lernzeit, die ich mir in kleinere Einheiten von 45 bis 60 Minuten einteile – mit kleinen Pausen zwischendurch. Außerdem schalte ich alle Ablenkungen aus und lege mein Handy in einen anderen Raum. Ist das Lernpensum geschafft, mache ich den Nachmittag frei – das ist wichtig, um den Kopf frei zu kriegen.

Was ist dein Tipp für alle Student*innen, die sich jetzt von einem Präsenz- auf ein Fernstudium einstellen müssen?

Lena-Maria Fahnert: Vernetzt euch miteinander – gerade beim Distanzlernen ist das ein entscheidender Punkt, um motiviert zu bleiben und nicht das Gefühl zu haben, nur am eigenen Schreibtisch vor sich hinzuarbeiten. Ich verabrede mich zum Beispiel mit meinen Kommiliton*innen an bestimmten Wochentagen, an denen wir eine Lernzeit festlegen, uns anschließend anrufen und dann gegenseitig berichten, was wir geschafft haben. Dadurch entsteht ein positiver Druck, wirklich etwas zu tun und nicht den Vormittag zu vertrödeln.

Welche Vorgehensweise empfiehlst du, um auf Distanz in Kleingruppen zielführend zu lernen – zum Beispiel bei einem gemeinsamen Projekt?

Lena-Maria Fahnert: Wenn es um ein gemeinsames Ergebnis geht, sind ein regelmäßiger Austausch und gewisse technische Tools hilfreich. Ich habe beispielsweise mit einer Projektgruppe Skype für die Absprachen genutzt und wir haben zeitgleich in einem „Google-Doc“ gearbeitet – einem Dokument, auf das alle zugreifen und darin arbeiten können. Auf diese Weise sind alle Teammitglieder immer auf demselben Stand – ein ausschlaggebender Aspekt für ein erfolgreiches Projekt.


Die Fragen stellte Denise Heidenreich,
freie Journalistin