

Nähe
Eine positive Beziehung zu Kindern und Jugendlichen ist in der sozialen Arbeit unverzichtbar. Kurz gesagt: Fachkräfte müssen Kinder und Jugendliche so annehmen, wie sie sind. Jedes Kind und jede*r Jugendliche ist anders, manche sind eher scheu und zurückhaltend, auch misstrauisch, andere suchen Nähe und erzählen gerne von sich. Die Fachkräfte in der Jugend- und Sozialarbeit gehen auf die verschiedenen Bedürfnisse ein.
Authentizität
Sozialpädagogische Fachkräfte setzen sich schon im Studium mit ihren eigenen Werten, Gedanken, Emotionen und Bedürfnissen auseinander. Sie beschäftigen sich mit ihren Stärken und Schwächen – so bleiben sie möglichst im Einklang mit sich selbst. Das macht sie authentisch im Umgang mit anderen. Innere Ruhe, Geduld und Empathie sind hilfreich dabei.
Reflexion
Sozialpädagogische Fachkräfte sollten ihr eigenes Verhalten stets reflektieren. Sie sollten nichts persönlich nehmen und sich immer wieder auf Neues einlassen können. Dabei kann es auch sinnvoll sein, zu akzeptieren, dass der passende Zeitpunkt für ein Gespräch noch nicht da ist, oder man selbst vielleicht nicht die passende Person ist. Supervision und kollegialer Austausch sind weitere wichtige Bestandteile der Arbeit und der Reflexion.
Notwendige Distanz
In der sozialpädagogischen Arbeit ist es notwendig, einen Abstand zu wahren, mit dem sich beide Seiten wohlfühlen. So gilt grundsätzlich für die Fachkraft, dass sie stets so handeln sollte, als könnte theoretisch auch andere Personen anwesend sein. Wenn es zum eigenen Schutz notwendig sein sollte, kann die Fachkraft zum Beispiel auch einen von außen einsehbaren Raum wählen oder eine weitere professionelle Person hinzubitten – hier ist das Einverständnis der Kinder und Jugendlichen einzuholen. Es ist auch legitim, sich zurückzuziehen und auf weitere Hilfsangebote zu verweisen.
Grenzen
Wie stark eine Person ihre eigenen Bedürfnisse und Grenzen kennt und sich für sie einsetzt, steht oft in einem Zusammenhang mit dem familiären, sozialen und kulturellen Umfeld. Es ist die Aufgabe der Fachkräfte, die Grenzen der Kinder und Jugendlichen wahrzunehmen. Deshalb ist es ihre Pflicht, Kindern und Jugendlichen mit Respekt, Achtung und Sensibilität zu begegnen. Zugleich müssen die Fachkräfte ihre eigenen Grenzen kennen und wahren.